Nach Ablauf des Ramaḍān erleben viele einen spirituellen Stillstand. Es ist jedoch entscheidend, die eigenen Bemühungen (auch wenn weniger als im gesegneten Fastenmonat) nahtlos fortzusetzen, um Stagnation oder, Allāh bewahre, einen Verfall zu verhindern. Möge die folgende Übersetzung aus dem berühmten Werk „Laṭāʾif al-Maʿārif fīmā li-Mawāsim al-ʿĀm mina al-Waẓāʾif“ von Ḥāfiẓ Abū al-Faraj Ibn Rajab al-Ḥanbalī (gest. 795 n.H.) den aufrichtig Suchenden zur Inspiration und Ermahnung dienen. An dieser Stelle seines Buches nennt Ḥāfiẓ Ibn Rajab (raḥimahullāh) fünf besondere Vorzüge des regelmäßigen Fastens im Schawwāl – also unmittelbar nach dem Fastenmonat Ramaḍān – und hebt die Bedeutung der Standhaftigkeit (istiqāmah) im Gehorsam gegenüber Allāh auch nach dessen Ende hervor.
Monate
Udhiyah (Qurbānī) 101
Vorzug von Udhiyah
- Udhiyah ist eine von Allah, dem Erhabenen, befohlene Handlung:
فَصَلِّ لِرَبِّكَ وَٱنۡحَرۡ ٢
„Also wende dich im Gebet deinem Rabb zu und opfere (Tiere).“ (108:2)
- Der Sohn Adams führt am Yawmun-Nahr (10. Dhul-Hijjah) keine Tat aus, die Allah mehr liebt, als das Tieropfer. Das geopferte Tier wird am Tag des Jüngsten Gerichts mit seinen Hörnern, Haaren und Hufen (zum Wiegen) kommen. Das Opfer wird von Allah, dem Erhabenen, akzeptiert, bevor das Blut den Boden erreicht. Daher opfert mit ungehemmten und glücklichem Herzen. (At-Tirmidhi)
Der Fiqh des Ramaḍāns
Dies ist eine Detailreiche Abhandlung über das Fasten und verwandte Themen, original verfasst von Mufti Yusuf Baig, Shaikh Tahmid Chawdhury und Mufti Amjad Muhammad.
Demjenigen, der das Fasten während des Monats Ramaḍān mit dem Glauben und seinen Lohn bei Allah ﷻ suchend absolviert, werden seine vergangenen Sünden vergeben. [Al-Bukhari & Muslim]